Produktion

Vorkommen

Das unverzichtbare Nebenprodukt Indium

Indium fällt überwiegend als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Zink- und Bleierz an. Das weltweite Angebot hängt daher stark davon ab, wie viel Zink bzw. Blei gefördert und wie viel Indium raffiniert werden kann. Die weltweite Raffinerieproduktion liegt bei rund Tonnen pro Jahr. Den mit Abstand größten Anteil daran stellt China, das etwa 70 Prozent der globalen Produktion auf sich vereint. Weitere wichtige Produzenten sind unter anderem Südkorea, Japan, Kanada sowie einige europäische Länder. 

Aufgrund seiner begrenzten Verfügbarkeit und der engen Kopplung an die Zinkproduktion gilt Indium als strategisch relevantes Technologiemetall. Besonders in der modernen Elektronik- und Kommunikationstechnologie spielt es eine zentrale Rolle.

Gewinnung

Indium: Viel Aufwand für maximale Reinheit

Die Gewinnung von Indium ist ein mehrstufiger Prozess. Das Metall kommt in der Natur meist nur in sehr geringen Konzentrationen vor und fällt überwiegend als Nebenprodukt bei der Verarbeitung von Zink und Blei an. Ausgangspunkt sind daher Rückstände und Zwischenprodukte aus Zinkhütten, insbesondere Schlämme und Stäube, die bei der Verarbeitung von Zinksulfiderzen entstehen. Diese Materialien werden zunächst chemisch aufbereitet, häufig durch Auflösung in Säuren, wodurch Indium zusammen mit anderen Metallen in Lösung geht. 

Im nächsten Schritt wird das Metall von Begleitelementen getrennt. Dazu kommen verschiedene metallurgische Verfahren zum Einsatz, etwa Lösungsmittel-Extraktion, Ionenaustausch oder Zementation. So wird Indium von Metallen wie Zink, Eisen oder Kupfer abgetrennt. Anschließend folgen weitere Reinigungsschritte, bei denen Indium häufig zunächst als Hydroxid oder als andere Verbindung ausgefällt wird. Durch anschließende Reduktion und weitere Raffinationsschritte entsteht schließlich metallisches Indium mit hohem Reinheitsgrad. 

Das gewonnene Metall wird danach eingeschmolzen und zu Barren oder Draht verarbeitet. Für Anwendungen in der Elektronik oder bei optischen Beschichtungen sind besonders hohe Reinheitsgrade erforderlich, weshalb das Material häufig zusätzliche Raffinationsschritte durchläuft. Erst danach kann es beispielsweise für Legierungen, Halbleitermaterialien oder transparente und gleichzeitig leitfähige Beschichtungen eingesetzt werden. 

Recycling

Der weltweite Bedarf an Germanium steigt. Angesichts der stark konzentrierten Förderung und Weiterverarbeitung kommt dem Recycling als Quelle für diesen Rohstoff eine immer größere Bedeutung zu. Dies gilt auch für die Verarbeitung von Schrotten aus der Produktion germaniumhaltiger Erzeugnisse. In Europa sieht das Gesetz über kritische Rohstoffe (Critical Raw Materials Act) vor, dass 25 Prozent des Bedarfs an strategischen Rohstoffen bis 2030 durch Recycling gewonnen werden müssen. Zu diesen Materialien gehört auch Germanium. Neben Anderen arbeitet der Rohstoffhändler TRADIUM bereits auf nationaler und internationaler Ebene daran, das Potential dieser Rohstoffquelle zu nutzen.

Germanium scrapes