Eigenschaften

Allgemeine Daten

Name, Symbol, Ordnungszahl 

Indium, In, 49 

Elementkategorie

Metall

Schmelzpunkt 

429,75 K (156,6 °C)

Siedepunkt 

3106 K (2830 °C) 

Kristallstruktur 

Tetragonal (raumzentriert)

Dichte

7,31 g/cm³ (bei 20 °C)

Mohshärte

1,2

Spezifischer elektrischer Widerstand

8,37 · 10⁻⁶ Ω·cm (bei 20 °C)

Physikalische Eigenschaften

Neben Zink das einzige Metall, das "schreit"

Indium ist ein silbrig glänzendes, relativ weiches Metall aus der Borgruppe, das bei verhältnismäßig niedriger Temperatur von 156,6 °C schmilzt. Im festen Zustand ist es leicht formbar und lässt sich einfach zu dünnen Folien oder Drähten verarbeiten. Beim Biegen gibt es ein charakteristisches Geräusch von sich, ähnlich dem “Zinn-Schrei”. 

Indium bildet stabile Halbleiterverbindungen, die eine hohe Elektronenbeweglichkeit und direkte Bandlücken aufweisen. Dadurch lassen sich elektronische und optoelektronische Eigenschaften präzise steuern.  

Das Metall findet vor allem in der modernen Elektronik breite Anwendung: Indiumphosphid (InP) und Indiumantimonid (InSb) werden in Hochfrequenz- und Lasertechnologien sowie in Solarzellen eingesetzt. Besonders bekannt ist außerdem Indiumzinnoxid (ITO), das als transparente, leitfähige Schicht in Touchscreens, modernen Fernsehbildschirmen, Solarzellen und dimmbaren Fenstern – etwa in Flugzeugen – genutzt wird. 

Charakteris­tische Eigenschaften

Seltenes Metall mit außer­gewöhnlicher Formbarkeit

Indium besitzt einen für ein Metall relativ niedrigen Schmelzpunkt und ist zugleich extrem weich und formbar. Es lässt sich zu sehr dünnen Folien ziehen oder auf Oberflächen aufdampfen, was für viele High-Tech-Anwendungen entscheidend ist. 

Indium bildet leicht Verbindungen mit Metallen wie Gallium, Zinn oder Blei, wodurch sich die physikalischen Eigenschaften gezielt verändern lassen. Dieses Verhalten ist selten und macht Indium für Spezialanwendungen besonders interessant. 

Bedeutung und Anwendungen

Schlüsselrohstoff für moderne Elektronik und Displays

Indium spielt heute eine zentrale Rolle in zahlreichen zivilen und industriellen Technologien. Besonders bedeutend sind seine Halbleiterverbindungen wie InP und InSb, die in Hochfrequenz- und Lasertechnologien eingesetzt werden. 

Darüber hinaus wird Indium in transparenten leitfähigen Schichten genutzt, die in Touchscreens, LCDs und Solarzellen unverzichtbar sind. Durch die wachsende Nachfrage nach modernen Display- und Kommunikationstechnologien steigt die strategische Bedeutung von Indium weiter. Daher gilt das Metall heute als wichtiger Rohstoff für die globale Elektronikindustrie.