Indium ist ein silbrig glänzendes, relativ weiches Metall aus der Borgruppe, das bei verhältnismäßig niedriger Temperatur von 156,6 °C schmilzt. Im festen Zustand ist es leicht formbar und lässt sich einfach zu dünnen Folien oder Drähten verarbeiten. Beim Biegen gibt es ein charakteristisches Geräusch von sich, ähnlich dem “Zinn-Schrei”.
Indium bildet stabile Halbleiterverbindungen, die eine hohe Elektronenbeweglichkeit und direkte Bandlücken aufweisen. Dadurch lassen sich elektronische und optoelektronische Eigenschaften präzise steuern.
Das Metall findet vor allem in der modernen Elektronik breite Anwendung: Indiumphosphid (InP) und Indiumantimonid (InSb) werden in Hochfrequenz- und Lasertechnologien sowie in Solarzellen eingesetzt. Besonders bekannt ist außerdem Indiumzinnoxid (ITO), das als transparente, leitfähige Schicht in Touchscreens, modernen Fernsehbildschirmen, Solarzellen und dimmbaren Fenstern – etwa in Flugzeugen – genutzt wird.